Micron Document
____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|


The NomadNet German Wikipedia | Archives | Info
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b

🔍 Search

ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ

Sterben
──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────
top
Sterben ist das Erlöschen der Organfunktionen eines Lebewesens, das zu seinem Tod fĂŒhrt. Der Beginn des Sterbens ist nicht eindeutig bestimmbar. Das Ende eines Sterbevorgangs oder Sterbeprozesses wird mit dem Todeseintritt eingegrenzt, wobei auch dieser aufgrund der fehlenden einheitlichen Definition keinem genauen Zeitpunkt zugeordnet werden kann. Das Verb dazu lautet sterben (in gehobenem, feierlichem Stil auch versterbencite-ref-1[1]).

Contents

‱ Etymologie
‱ Finalphase
‱ Awareness
‱ Trivia
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Filme
‱ Weblinks

──────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────────

Etymologie

Sterben von althochdeutsch stĂ«rbancite-ref-2[2] geht auf die westgermanische Wurzel *sterb- zurĂŒck. Die Ausgangsbedeutung ist ‚starr, steif werden, erstarren‘, wie das altnordische stjarfi ‚Starrkrampf‘ zeigt; lateinisch nach geschwundenem Anlaut-S torpēre „steif sein“, „betĂ€ubt sein“. Das Wort gehört in weiterer Folge zur großen Wortgruppe um starr (Storch, Störr, Sterz usw.).

Anzeichen der letzten Lebensphasen

Der Sterbeprozess eines Menschen verlĂ€uft je nach Ursache in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Die BundesĂ€rztekammer definiert Sterbende als „Kranke oder Verletzte mit irreversiblem Versagen einer oder mehrerer vitaler Funktionen, bei denen der Eintritt des Todes in kurzer Zeit zu erwarten ist“.cite-ref-3[3] Als vitale Funktionen gelten vor allem die des Herz-Kreislauf-Systems, der Atmung und des Zentralnervensystems. FunktionsausfĂ€lle in diesen Bereichen fĂŒhren ohne medizinisches Eingreifen zum Tod. Die Zeitspanne der Agonie kann Sekunden bis Stunden betragen. Entscheidend fĂŒr die Dauer ist, ob ein akutes Ereignis oder ein chronischer Verlauf zum Versagen lebenswichtiger Organe fĂŒhrt.cite-ref-rec-4-0[4]

Die im Folgenden beschriebenen Phasen sind vor allem bei Menschen zu beobachten, die nicht unmittelbar durch ein akutes Ereignis, sondern ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum hinweg infolge einer Krankheit oder nachhaltigen SchĂ€digung sterben. In der Medizin werden dabei die Bezeichnungen PrĂ€terminal-, Terminal- und Finalphase verwendet, wobei bisher keine einheitlichen Definitionen festgelegt worden sind.cite-ref-5[5]cite-ref-m-th-ns-2013-6-0[6] Diese Phasen verlaufen nicht unbedingt linear.cite-ref-ueb-7-0[7] Sie sind daher nur als grobe Einteilung zu betrachten, insbesondere die zeitlichen Angaben unterliegen erheblichen Schwankungen, die der Erkrankung und den individuellen Gegebenheiten geschuldet sind. In jeder Phase kann sich der Zustand des Kranken stabilisieren, oder es tritt unvermittelt, beispielsweise wĂ€hrend einer Remission, die Finalphase ein.cite-ref-ueb-7-1[7] In der Medizin werden neben dieser Phaseneinteilung der Karnofsky-Index oder ECOG-Score verwendet, um den Krankheitsfortschritt einschĂ€tzen und eine Prognose stellen zu können.

PrÀterminalphase

Wochen bis Monate vor dem Tod befindet sich der Sterbende in der PrĂ€terminalphase: Es zeigen sich schon deutliche Symptome, die das aktive Leben einschrĂ€nken, beispielsweise eine erhebliche Abmagerung. Die zunehmende SchwĂ€che und MĂŒdigkeit wird unter anderem am gesteigerten RuhebedĂŒrfnis deutlich. AlltĂ€gliche Verrichtungen fallen schwerer und dauern lĂ€nger, fĂŒr manche TĂ€tigkeiten wird UnterstĂŒtzung benötigt. Der entsprechende ECOG-Score 2–3 bedeutet, dass eventuelle Chemotherapien in dieser Phase beendet werden. Der Schwerpunkt medizinischer Behandlung wird auf die Kontrolle möglicher Krankheitsbeschwerden gelegt.cite-ref-m-th-ns-2013-6-1[6]

Terminalphase

In der anschließenden Terminalphase, die wenige Tage bis mehrere Wochen andauern kann, fĂŒhrt der fortschreitende körperliche Verfall oft zu eingeschrĂ€nkter MobilitĂ€t bis hin zur BettlĂ€gerigkeit. HĂ€ufig geht die Kontrolle ĂŒber Urin- und Stuhlausscheidung verloren, in selteneren FĂ€llen kommt es zur Harnverhaltung. Der Schwerkranke ist zunehmend auf Betreuung und Pflege durch andere angewiesen. WĂ€hrend dieser Phase können neue Symptome wie beispielsweise Angst, Atemnot, Übelkeit und Verstopfung bis hin zur Koprostase oder Miserere, aber auch DurchfĂ€lle auftreten. Der jetzt immer deutlicher Sterbende kann sich nicht mehr gut konzentrieren, interessiert sich kaum noch fĂŒr seine Umgebung, Essen und Trinken werden nebensĂ€chlich:cite-ref-8[8] Appetitlosigkeit gilt in dieser Phase als normal.cite-ref-9[9] Neurologische VerĂ€nderungen können Unruhe und Verwirrtheit auslösen und Anzeichen eines Deliriums sein,cite-ref-10[10] das auf ein irreversibles Organversagen hinweisen kann und dessen PrĂ€valenz bei bis zu 88 Prozent liegt.cite-ref-11[11] Bei einer Alzheimer-Demenz kann diese Phase lĂ€nger dauern.

Finalphase

Die Finalphase in den letzten Tagen bzw. Stunden vor dem Tod ist gekennzeichnet vom endgĂŒltigen Versagen einzelner Organe wie Leber, Niere und Lunge oder des zentralen Nervensystems. Das langsame Erlöschen der Organfunktionen Ă€ußert sich in zunehmender MĂŒdigkeit, Teilnahmslosigkeit, SchlĂ€frigkeit, Appetitlosigkeit und fehlendem HungergefĂŒhl. Sterbende verringern nach und nach die Nahrungsaufnahme und stellen sie hĂ€ufig ganz ein.cite-ref-12[12] Eine kĂŒnstliche ErnĂ€hrung oder FlĂŒssigkeitszufuhr stellt jetzt eine Belastung fĂŒr den Körper dar.cite-ref-13[13]cite-ref-14[14] Das DurstgefĂŒhl bleibt lĂ€nger bestehen, ist aber oft schon mit geringen FlĂŒssigkeitsmengen zu stillen, bis auch das Verlangen nach Trinken vollstĂ€ndig erlischt.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]cite-ref-17[17]

Die Durchblutung der ExtremitĂ€ten nimmt ab, was an VerfĂ€rbungen der Körperunterseite, marmorierten Beinen sowie kalten HĂ€nden und FĂŒĂŸen erkennbar wird. Manche Sterbende dagegen neigen eher zu starkem Schwitzen. Der Puls wird schwĂ€cher und der Blutdruck fĂ€llt ab. Viele Sterbende haben eine fahle bis graue Gesichtsfarbe, da der Kreislauf nicht mehr aufrechterhalten wird.

Die Urinausscheidung verringert sich, da die Nierenfunktion nachlĂ€sst. Da die Nieren und die Leber ihre Entgiftungsfunktion nur noch unzureichend erfĂŒllen, sammeln sich Schadstoffe im Blut, die damit ins Gehirn gelangen. Dort fĂŒhren diese Stoffe zu Wahrnehmungs- und Bewusstseinsstörungen. Die Umgebung wird nicht mehr oder nur noch eingeschrĂ€nkt wahrgenommen. Die zeitliche, örtliche und situative Orientierung kann verloren gehen, daneben treten möglicherweise akustische und optische Halluzinationen oder motorische Unruhe auf.cite-ref-18[18] Die zunehmende BewusstseinseintrĂŒbung mĂŒndet zuletzt oft in einen komatösen Zustand, vor allem wenn Nieren und Leber vollstĂ€ndig versagen.cite-ref-19[19]

Oft atmen Sterbende durch den Mund. Bei der Atmung treten hĂ€ufig VerĂ€nderungen auf: Die Atemfrequenz ist niedriger, die AtemzĂŒge erscheinen oberflĂ€chlich und erschwert, da sie sich vertiefen, um dann wieder abzuflachen und zeitweise ganz auszusetzen, wie bei der Cheyne-Stokes-Atmung. Gehen die AtemzĂŒge mit ungewöhnlichen GerĂ€uschen einher, handelt es sich möglicherweise um Rasselatmung. Kurz vor dem endgĂŒltigen Atemstillstand ist hĂ€ufig eine Schnappatmung zu beobachten.

Bleiche, graue, wĂ€chsern erscheinende Haut und die Facies hippocratica mit einem ausgeprĂ€gten Mund-Nasen-Dreieck weisen auf das Herannahen des Todes hin. Ein bleiches Mund-Nasen-Dreieck bei Sterbenden wird auch als Todesdreieck bezeichnet.cite-ref-20[20]cite-ref-21[21]cite-ref-22[22] Steht das Herz endgĂŒltig still, endet die Sauerstoffversorgung sĂ€mtlicher Organe. Nach etwa acht bis zehn Minuten setzen die Gehirnfunktionen aus, damit ist der Hirntod eingetreten.cite-ref-23[23] Nach Herzstillstand und Hirntod beginnt die Zersetzung des Körpers. Durch die fehlenden Teile des Stoffwechsels, das heißt den ausbleibenden Transport von Sauerstoff und NĂ€hrstoffen, sterben die Zellen ab. Den Anfang machen dabei Gehirn­zellen (Neuronen). Zehn bis zwanzig Minuten nach dem Hirntod sterben viele Zellen des Herzgewebes ab. Dann folgt der Tod der Leber- und der Lungenzellen. Erst ein bis zwei Stunden spĂ€ter stellen auch die Zellen der Nieren ihre Funktion ein. Biologisch ist das Sterben der Verlust von immer mehr Organfunktionen.

Sterben als biologische Kettenreaktion

Wenn alle Lebensfunktionen eines Organismus endgĂŒltig stillstehen, ist der Tod eingetreten. Nach medizinischen Kriterien ist dies ein Vorgang, der in mehreren Stufen ablĂ€uft: In der Phase der Vita reducta ist noch Herz- und AtemtĂ€tigkeit vorhanden, wĂ€hrend sie in der Vita minima nicht mehr festzustellen ist. Ein Mensch, der sich in diesem Zustand befindet, kann unter UmstĂ€nden durch Herzdruckmassage und Beatmung wiederbelebt (reanimiert) werden. Damit gehört auch die Vita minima noch zur vitalen Phase. Die synonym verwendete Bezeichnung klinischer Tod und auch der Begriff Wiederbelebung erscheinen, da der Tod definitionsgemĂ€ĂŸ irreversibel ist, problematisch.cite-ref-24[24]

SchlĂ€gt eine Reanimation fehl, erleidet zuerst das Gehirn durch die fehlende Durchblutung irreparable SchĂ€den. Sein besonders aktiver Stoffwechsel und seine geringe KapazitĂ€t, Energie zu speichern, machen dieses Organ stark anfĂ€llig fĂŒr jegliche Unterbrechung der Sauerstoff- und NĂ€hrstoffzufuhr. Der Eintritt des Hirntods gilt heute als Todeszeitpunkt. Mit ihm versiegt auch die elektrische AktivitĂ€t des Gehirns – Wahrnehmung, Bewusstsein und die zentralnervöse Steuerung elementarer Lebensfunktionen fallen fĂŒr immer aus. Eine besondere Bedeutung hat dabei der Hirnstamm, der aus dem Mittelhirn, der BrĂŒcke und dem verlĂ€ngerten Mark besteht. Selbst wenn andere Bereiche des Gehirns bereits zerstört sind, können die Zentren des Hirnstammes den Patienten in einem vegetativen Zustand am Leben erhalten: Er kann atmen und schlucken oder bei Schmerzen das Gesicht verziehen, aber seine Wahrnehmungen nicht mehr verarbeiten.

FĂŒr jedes einzelne Organ gibt es einen individuellen Zeitraum, in dem bei nachlassender FunktionsfĂ€higkeit ein Weiterleben möglich wĂ€re (siehe Organspende), wenn die Versorgung mit NĂ€hrstoffen und Sauerstoff wieder aufgenommen werden wĂŒrde. Nach Ablauf dieser Zeitspanne ist das nicht mehr möglich und das Organ stirbt endgĂŒltig ab. Die genaue Bestimmung des jeweiligen Ablaufs dieser Zeit ist von außen unter UmstĂ€nden nicht möglich bzw. aufwĂ€ndig.

Psychische AnpassungsvorgÀnge

SpĂ€testens dann, wenn ein Mensch erkennt, dass sein Leben durch eine todbringende Krankheit bedroht ist, setzt er sich damit und mit seinem bevorstehenden Ende auseinander. Diese Auseinandersetzung wurde und wird in TagebĂŒchern, Autobiografien, Krankenberichten, Romanen und auch in der Lyrik beschrieben. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wird der „Kampf“ gegen den Tod anhand empirischer Daten und Feldstudien sozialwissenschaftlich erforscht. Die entwickelten Theorien und Modelle sollen vor allem den Helfern bei der Begleitung todkranker Menschen dienen.

In den Sterbetheorien werden sowohl psychosoziale Aspekte des Sterbens als auch Modelle fĂŒr den Ablauf des Sterbens beschrieben. Besonders herausgestellte psychosoziale Aspekte sind: Total Pain (C. Saunders), Akzeptanz (J. Hinton, E. KĂŒbler-Ross), Bewusstheit/Unsicherheit (B. Glaser, A. Strauß), Antwort auf die Herausforderungen (E. S. Shneidman), Angemessenheit (A. D. Weisman), Autonomie (H. C. MĂŒller-Busch), Angst (R. Kastenbaum, G. D. Borasio) und Ambivalenz (E. Engelke).

Phasen- und Stufenmodelle

FĂŒr den Verlauf des Sterbens aus psychologischercite-ref-25[25] und psychosozialer Sicht sind Phasen- und Stufenmodelle verbreitet. Es werden zwischen drei und zwölf Phasen, die ein Sterbender durchlebt bzw. durchleben muss, unterschieden.cite-ref-26[26]cite-ref-27[27]cite-ref-28[28]cite-ref-29[29] Ein jĂŒngeres Phasenmodell, das Illness Constellation Model, wurde 1991 veröffentlichtcite-ref-30[30] und erschien zehn Jahre spĂ€ter in einer weiterentwickelten Version. Den Phasen zugeordnet werden Schock, Benommenheit und Unsicherheit bei den ersten Symptomen und der Diagnose; wechselnde GefĂŒhlslagen und Gedanken, BemĂŒhen um den Erhalt der Kontrolle ĂŒber das eigene Leben; RĂŒckzug, Trauer ĂŒber verlorengegangene FĂ€higkeiten und Leiden am bevorstehenden Verlust der eigenen Existenz; zuletzt psycho-physischer Verfall.

Am bekanntesten ist das Phasenmodell von Elisabeth KĂŒbler-Ross, einer schweizerisch-US-amerikanischen Psychiaterin. KĂŒbler-Ross fasste in ihren Arbeiten verschiedene Erkenntnisse der schon lĂ€nger bestehenden Sterbeforschung zusammen, die schon von John Hinton, Cicely Saunders, Barney G. Glaser und Anselm L. Strauss und anderen veröffentlicht worden waren.cite-ref-31[31] Somit ist sie nicht die BegrĂŒnderin der Sterbeforschung, aber sie verschaffte der Thematik eine deutlich grĂ¶ĂŸere und bis heute anhaltende öffentliche Aufmerksamkeit, als es bis dahin der Fall war. Vor allem befasste sie sich mit dem Umgang mit Sterbenden, mit Trauer und Trauerarbeit sowie mit Studien ĂŒber den Tod und Nahtoderfahrungen.cite-ref-32[32] Nach KĂŒbler-Ross ist in jeder der fĂŒnf Phasen („Nicht-wahrhaben-wollen und Isolierung – Zorn – Verhandeln – Depression – Zustimmung“) fast immer Hoffnung vorhanden, die die Patienten niemals ganz aufgeben. Die Hoffnung darf ihnen nicht genommen werden. Auf den Verlust der Hoffnung folgt bald der Tod. Die Angst vor dem Sterben kann nur dadurch ĂŒberwunden werden, indem jeder bei sich selbst anfĂ€ngt und seinen eigenen Tod akzeptiert.

Durch ihre Arbeit setzte die Psychiaterin neue Impulse zum Umgang mit sterbenden und trauernden Menschen. Ihre Kernbotschaft dabei war, dass die Helfenden zuerst ihre eigenen Ängste und Lebensprobleme („unerledigte GeschĂ€fte“) so weit wie möglich klĂ€ren und ihr eigenes Sterben akzeptieren mĂŒssen, ehe sie sich Sterbenden hilfreich zuwenden können. Die von KĂŒbler-Ross aus Interviews mit Todkranken extrahierten fĂŒnf Phasen des Sterbens beschreiben psychische AnpassungsvorgĂ€nge im Sterbeprozess und sind weit verbreitet, obgleich KĂŒbler-Ross selbst die ValiditĂ€t ihres Phasenmodells mehrfach kritisch hinterfragt: Die Phasen laufen nicht in einer festgelegten Reihenfolge nacheinander ab, sondern wechselnd oder sie wiederholen sich; manche Phase wird unter UmstĂ€nden gar nicht durchlaufen, eine letztendliche Akzeptanz des eigenen Sterbens findet nicht in jedem Fall statt.cite-ref-j-wittkowski-33-0[33] In der Sterbebegleitung wird der psychischen Auseinandersetzung Raum gegeben, das BewĂ€ltigen der Phasen selbst ist aber von außen kaum zu beeinflussen.cite-ref-34[34]

In der internationalen Sterbeforschung werden gravierende wissenschaftlich fundierte EinwĂ€nde gegen das Phasenmodell und generell gegen Modelle, die das Sterben mit gestuften Verhaltensweisen beschreiben, angefĂŒhrt.cite-ref-35[35]cite-ref-36[36] Kritisch gesehen wird vor allem der naive Umgang mit dem Phasenmodell. Selbst in FachbĂŒchern wird die Hoffnung, fĂŒr KĂŒbler-Ross ein zentraler Aspekt des Phasenmodells, nicht erwĂ€hnt.cite-ref-37[37]

Einflussfaktoren

Die wissenschaftlich begrĂŒndete Kritik an Phasenmodellen hat dazu gefĂŒhrt, auf Festlegungen des Sterbeablaufs in Stufen zu verzichten und stattdessen Faktoren herauszuarbeiten, die den Verlauf des Sterbens beeinflussen. Auf der Grundlage von Forschungsergebnissen aus mehreren Wissenschaften sagt Robert J. Kastenbaum: „IndividualitĂ€t und UniversalitĂ€t verbinden sich beim Sterben.“cite-ref-38[38] Individuelle und gesellschaftliche Einstellungen beeinflussen unser Sterben und wie wir mit dem Wissen um Sterben und Tod umgehen. Einflussfaktoren sind dabei das Alter, das Geschlecht, die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Art der Erkrankung, die Umgebung, in der die Behandlung stattfindet, sowie Religion und Kultur. Das Modell ist die persönliche Wirklichkeit des Sterbenden. Angst, Weigerung und Akzeptanz bilden den Kern der Auseinandersetzung Sterbender mit dem Tod.cite-ref-39[39]

Den Ansatz von Kastenbaum hat Ernst Engelke aufgenommen und mit der These weitergefĂŒhrt: „So, wie das Leben eines jeden Menschen einzigartig ist, ist auch sein Sterben einzigartig. Dennoch gibt es Übereinstimmungen im Sterben aller Menschen. Danach ist allen Sterbenskranken gemeinsam, dass sie mit Erkenntnissen, Aufgaben und EinschrĂ€nkungen, die fĂŒr das Sterben typisch sind, konfrontiert werden.“cite-ref-40[40] Typisch ist zum Beispiel die Erkenntnis, dass das Leben durch die Krankheit bedroht ist. Typische Aufgaben ergeben sich aus den typischen Erkenntnissen, darĂŒber hinaus aus dem Verlauf der Erkrankung, der Therapien und ihrer Nebenwirkungen. Typische EinschrĂ€nkungen resultieren aus der Erkrankung, den Therapien und den Nebenwirkungen. Das Persönliche und Einzigartige entsteht durch das Zusammenspiel vieler Faktoren beim BewĂ€ltigen der Erkenntnisse, Aufgaben und EinschrĂ€nkungen. Wichtige Faktoren sind die genetische Ausstattung, die Persönlichkeit, die Lebensgeschichte, die körperlichen, psychischen, sozialen, finanziellen, religiösen und spirituellen Ressourcen, die Art, der Grad und die Dauer der Erkrankung sowie die Folgen und Nebenwirkungen der Behandlung, die QualitĂ€t der Ă€rztlichen Behandlung und der Pflege, die materiellen Rahmenbedingungen (Ausstattung der Wohnung, der Klinik, des Heimes) sowie die Erwartungen, die Normen und das Verhalten der Angehörigen, Pflegenden, Ärzte und der Öffentlichkeit. Aus der KomplexitĂ€t des Sterbens und der Einzigartigkeit eines jeden Sterbenden sind nach Engelke auch die Regeln fĂŒr die Kommunikation mit Sterbenden abzuleiten.cite-ref-41[41]

Awareness

Mit der Frage, ob es ethisch zu vertreten sei, sterbenskranken Patienten die infauste Diagnose zu verschweigen, beschĂ€ftigen sich nicht nur Mediziner und Angehörige. Die Soziologen Barney G. Glaser und Anselm Strauss veröffentlichten 1965 die Ergebnisse empirischer Studien, aus denen sie vier verschiedene Arten der Awareness sterbender Patienten ableiteten: Bei geschlossener Bewusstheit erkennen nur Angehörige, Pflegepersonen und Mediziner den Zustand des Patienten, er selbst erkennt sein Sterben nicht. Wenn der Patient das vermutet, was sein Umfeld weiß, aber er nicht aufgeklĂ€rt wird, handelt es sich um argwöhnische Bewusstheit. Bei der wechselseitigen TĂ€uschung wissen alle Beteiligten um das Sterben, verhalten sich aber, als wĂŒssten sie es nicht. Verhalten sich alle Beteiligten entsprechend ihrem Wissen, ist es offene Bewusstheit.cite-ref-42[42]

Vor allem die Hospizbewegung hat sich seitdem fĂŒr einen offenen, wahrhaftigen Umgang starkgemacht. Die Situation wird fĂŒr alle Beteiligten nicht einfacher, wenn schwierige GesprĂ€che vermieden werden, eher verschĂ€rft sie sich und fĂŒhrt möglicherweise zu einem gestörten VertrauensverhĂ€ltnis, was eine weitere Behandlung erschwert oder unmöglich macht.cite-ref-43[43]

Lebensbilanz

Sterbende blicken auf ihr Leben zurĂŒck. Der nahe Tod kann dazu veranlassen, sich Rechenschaft ĂŒber ihr Leben zu geben und den eigenen Lebensentwurf kritisch mit dem gelebten und ungelebten Leben zu vergleichen, was erreicht und was versĂ€umt, was gelungen oder was anders hĂ€tte gemacht werden sollen. Soll und Haben, Negatives und Positives werden hĂ€ufig aufgerechnet und einander gegenĂŒbergestellt.

Unterschieden wird zwischen der erlebten und der erzĂ€hlten Lebensbilanz. Die verbalisierte Lebensbilanz kann beschönigt werden, die erlebte dagegen nicht. Manche Sterbenskranke erzĂ€hlen bereitwillig und ausfĂŒhrlich aus ihrem Leben. Andere fassen das ResĂŒmee ihres Lebens in einem Satz zusammen. An „Schönes“ wird gern gedacht. „VersĂ€umtes“ wird bedauert.cite-ref-44[44]

Die australische Sterbebegleiterin Bronnie Ware veröffentlichte 2011 einen Erfahrungsbericht darĂŒber, was Menschen im Angesicht des Todes am meisten bedauern.cite-ref-45[45] An erster Stelle steht der Wunsch, „den Mut gehabt zu haben, mein eigenes Leben zu leben.“ Viele beklagten, zu oft Erwartungen anderer entsprochen zu haben, statt ihren eigenen WĂŒnschen nachgegangen zu sein: „Warum habe ich nicht das getan, was ich wollte?“ Vor allem MĂ€nner bedauerten in ihren letzten Tagen und Stunden, zu viel ihrer Lebenszeit in der „TretmĂŒhle des Arbeitslebens“ verbracht und sich zu wenig um Kinder, Partner und Freunde gekĂŒmmert zu haben. Das dritte Reuemotiv: „Ich wĂŒnschte, ich hĂ€tte den Mut gehabt, meine GefĂŒhle zu zeigen.“ Das vierte Bedauern: „Ich wĂŒnschte, ich wĂ€re mit meinen Freunden in Verbindung geblieben.“ Und das fĂŒnfte Motiv: „Ich wĂŒnschte, ich hĂ€tte mir erlaubt, mir mehr Freude zu gönnen und glĂŒcklicher zu sein.“

Viele Menschen merken laut Ware erst am Ende ihres Lebens, dass man sich bewusst fĂŒr GlĂŒck und Freude entscheiden kann. Viele hingen aber in fest gefĂŒgten Verhaltensweisen fest und hĂ€tten Dinge wie Lachen oder Albernsein vergessen oder verlernt. Die Mehrheit der Menschen hĂ€nge in Alltag, Familienpflichten, Geldverdienen und anderen Ă€ußeren UmstĂ€nden fest.

Die LebensrĂŒckblickstherapie ist eine Kurzzeit-Psychotherapie, in der Patienten angeleitet werden, sich an bedeutsame positive und negative Ereignisse ihres gesamten Lebens zu erinnern und sie wiederzuerleben. Ziele sind Bilanzierung, Integrierung und Sinnfindung des gelebten Lebens sowie ggf. Neubewertung einzelner Ereignisse. Der Patient soll seine Biografie annehmen können.cite-ref-46[46]

Die WĂŒrdetherapie ist eine psychotherapeutische Kurzintervention fĂŒr Kranke im terminalen Stadium mit dem Ziel, spirituelle, existenzielle oder psychosoziale Belastungen zu vermindern und ihr Empfinden von WĂŒrde zu stĂ€rken.cite-ref-47[47]

Zu den christlichen Ritualen am Lebensende zĂ€hlt die Lebensbeichte. Der Sterbende schaut mit einem Seelsorger auf sein Leben zurĂŒck. Belastende Erlebnisse werden besprochen und es wird nach Wegen der Versöhnung mit sich selbst, mit anderen und am Ende auch mit Gott gesucht.cite-ref-48[48]

Orte des Sterbens

Immer wieder wird behauptet, dass „frĂŒher die meisten Menschen zu Hause“ starben.cite-ref-49[49] Dabei wird nicht nĂ€her definiert, welcher Zeitraum mit „frĂŒher“ und welcher Ort mit „zu Hause“ gemeint ist; auch deshalb fehlen fĂŒr diese allgemeine Aussage hinreichende Belege. Historischen Analysen zufolge entwickelte sich das Sterben in Mitteleuropa seit dem spĂ€ten Mittelalter von einem hĂ€uslichen zu einem institutionalisierten Ereignis, das weitgehend außerhalb des sozialen Umfeldes stattfindet.cite-ref-50[50]

Da die Erhebung entsprechender Daten in den meisten LĂ€ndern bisher nicht oder nicht geregelt und einheitlich erfolgt, können keine konkreten Zahlen zur Frage nach Sterbeorten herangezogen werden. In Deutschland ist die Datenlage in Hinblick auf unter anderem Alter, Geschlecht und Todesursache sehr prĂ€zise, der Sterbeort dagegen wird statistisch nur zum Teil erfasst. Im Jahr 2015 sind in Deutschland 925.200 Menschen verstorben. Vom Bundesamt fĂŒr Statistik werden nur die SterbefĂ€lle in KrankenhĂ€usern erfasst; das waren 428.152 SterbefĂ€lle im Jahr 2015, was 46,2 % entspricht. Zwischen 5 und 8 % davon sind (geschĂ€tzt) auf einer Palliativstation, einer speziellen Abteilung fĂŒr unheilbar Schwerkranke, verstorben. Alle ĂŒbrigen Angaben zu Sterbeorten sind SchĂ€tzungen, denn in Deutschland wird der Sterbeort nicht auf der Todesbescheinigung eingetragen. Die Angaben variieren. 384.565 Patienten sind aus einem Krankenhaus in ein Pflegeheim verlegt worden.cite-ref-51[51] In Heimeinrichtungen wie Betreutes Wohnen, Alten- und Pflegeheimen geht es um eine Wohnform am Lebensende unter möglichst weitgehender Beibehaltung des bisherigen Lebensstils mit den gewohnten AktivitĂ€ten des tĂ€glichen Lebens, die aber durch den unterschiedlich hohen Verlust von FĂ€higkeiten in diesen Bereichen gekennzeichnet sein kann. In diesen Institutionen, die manche ihrer Bewohner durchaus als ihr Zuhause betrachten, geschehen etwa 25 bis 30 Prozent aller TodesfĂ€lle.
StationĂ€re Hospize sind spezielle Einrichtungen fĂŒr Personen, die an einer tödlichen Krankheit im Endstadium leiden und deren medizinische Versorgung und Pflege in der hĂ€uslichen Umgebung oder im Pflegeheim aufgrund schwerwiegender Begleiterscheinungen nicht ausreichend gewĂ€hrleistet, aber eine Krankenhausbehandlung nicht (mehr) erforderlich ist. Hier finden etwa 1 bis 2 Prozent der GesamttodesfĂ€lle statt.
In der eigenen Wohnung oder der von pflegenden Angehörigen sind zwischen 10 und 20 Prozent, an sonstigen Orten zwischen 3 und 7 Prozent aller SterbefÀlle eines Jahres verstorben.cite-ref-52[52]

Ein europĂ€ischer Vergleich der Sterbeorte zeigt, dass auch in DĂ€nemark, England, Wales, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Österreich und der Schweiz die meisten Menschen (70 bis 80 %) in Institutionen sterben. FĂŒr Ledige, chronisch Kranke und Krebspatienten ist es wahrscheinlicher, in einer Institution zu sterben, als fĂŒr Verheiratete oder Bewohner lĂ€ndlicher Gebiete.cite-ref-53[53]

Die reprĂ€sentative Bevölkerungsbefragung „Sterben in Deutschland – Wissen und Einstellungen zum Sterben“ des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands von 2012 hat ergeben, dass 66 Prozent der Befragten zu Hause sterben möchten. 18 Prozent der Teilnehmer sagen, dass sie in einer Einrichtung zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen sterben wollen. 90 % der Befragten und immerhin 76 % der allein lebenden Menschen haben geantwortet, dass sich jemand aus ihrer Familie, ihrem Freundeskreis oder aus der Nachbarschaft um sie kĂŒmmert, wenn sie krank sind. 72 % aller Befragten sowie 66 % der 60-jĂ€hrigen und Ă€lteren Befragten gehen davon aus, dass sich jemand aus Familie, Freundeskreis oder Nachbarschaft um sie kĂŒmmern wird, wenn PflegebedĂŒrftigkeit vorliegt.

Durch die gesellschaftlichen VerĂ€nderungen und den Fortschritt des Rettungswesens ist das Sterben in der gewohnten hĂ€uslichen Umgebung seit den 1950er Jahren seltener geworden. Das Sterben verlagert sich oft aufgrund abwegiger Vorstellungen ĂŒber die medizinischen Möglichkeiten in die Akutabteilungen der KrankenhĂ€user.cite-ref-54[54] Obwohl sich Sterbende und ihre Angehörigen im Krankenhaus in dieser Situation insbesondere Ă€rztlichen Beistand erhoffen, werden sie ĂŒberwiegend von PflegekrĂ€ften begleitet, wĂ€hrend sich Ärzte eher zurĂŒckziehen.cite-ref-55[55]

Zu Hause kann eine medizinische, pflegerische und psychosoziale Versorgung heute durch Angehörige, HausĂ€rzte, ambulante Pflegedienste und – bei entsprechender Indikation – durch die Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) erfolgen, ergĂ€nzt durch das an vielen Orten bestehende Angebot einer ehrenamtlichen Sterbebegleitung durch Hospizdienste oder -vereine.

Kritische Sicht auf den Umgang mit dem Sterben

Die ARD hat ihre Themenwoche „Leben mit dem Tod“ im Herbst 2012 damit begrĂŒndet, dass der Tod als die grĂ¶ĂŸte Bedrohung des Lebens tabuisiert sei und damit aus dem gesellschaftlichen beziehungsweise öffentlichen Leben verbannt. Mit diesen oder Ă€hnlichen Behauptungen beginnen fast alle Publikationen, die sich mit Sterben und Tod befassen. Sterbeforscher sind anderer Auffassung: „Sterben ist in aller Munde. Von einem Tabu kann nicht mehr die Rede sein.“, was sie detailliert begrĂŒnden.cite-ref-56[56] Es gibt eine FĂŒlle an Romanen, Sach- und FachbĂŒchern, RatgeberbĂŒchern und anderer Medien, die Sterben und Tod aus verschiedenen Blickwinkeln und mit verschiedenen Schwerpunkten beleuchten.

Seit Menschengedenken haben Menschen ein zwiespĂ€ltiges VerhĂ€ltnis zu Sterben und Tod: Sie fĂŒrchten Sterben und Tod und zugleich fĂŒhlen sie sich davon angezogen. Sie meiden die persönliche BerĂŒhrung mit Sterben und Tod, zugleich können sie nicht genug davon mitbekommen, das aber nur aus sicherer Distanz. Dieser Umgang mit Sterben und Tod hat zur „Einsamkeit der Sterbenden in unseren Tagen“ gefĂŒhrt.cite-ref-57[57] Die Angst vor dem Sterben sorgt einerseits fĂŒr Wachstum in der Gesundheitswirtschaft, andererseits ist sie aber auch der Grund fĂŒr Kritik an den Akteuren und Institutionen derselben. Die Gesundheitsindustrie bietet Gesundheitsleistungen an, kann das Sterben aber nicht verhindern.cite-ref-58[58] Der grĂ¶ĂŸte Teil der Kritik bezieht sich auf die Bedingungen, unter denen Menschen heute sterben (mĂŒssen). Beklagt wird, dass sterbende Menschen immer mehr in KrankenhĂ€user und Altenheime abgeschoben wĂŒrden und dort menschenunwĂŒrdig sterben mĂŒssten.cite-ref-59[59] Medizinische Überversorgung, Hochleistungsmedizin, Medikalisierung und die VerlĂ€ngerung des Sterbeprozesses gegen den Willen des Sterbenden sowie die pflegerische, psychische und soziale Unterversorgung Sterbender insbesondere in Pflegeheimen sind Hauptkritikpunkte.cite-ref-60[60] Als ethisch problematisch wurden in den vergangenen Jahren beispielsweise lebensverlĂ€ngernde Maßnahmen bei unheilbar Kranken diskutiert, wie beispielsweise das Verabreichen kĂŒnstlicher ErnĂ€hrung mittels PEG-Sonde.cite-ref-61[61]cite-ref-62[62]cite-ref-63[63] Unter anderem erhöht sich zum Beispiel die Sekretbildung durch zu viel (kĂŒnstliche) FlĂŒssigkeitszufuhr und kann eine Rasselatmung verstĂ€rken.cite-ref-64[64]

Ein heftig und kontrovers diskutiertes Thema geblieben ist die Antwort auf die Frage: „Darf der mĂŒndige Mensch, der sein Leben selbst in die Hand nimmt, nicht auch sein Sterben selbst in die Hand nehmen, wenn das Leben unertrĂ€glich geworden ist?“cite-ref-65[65] Das deutsche Bundesverfassungsgericht formulierte dazu:

„Das allgemeine Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG) umfasst als Ausdruck persönlicher Autonomie ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Das Recht auf selbstbestimmtes Sterben schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen. Die Entscheidung des Einzelnen, seinem Leben entsprechend seinem VerstĂ€ndnis von LebensqualitĂ€t und Sinnhaftigkeit der eigenen Existenz ein Ende zu setzen, ist im Ausgangspunkt als Akt autonomer Selbstbestimmung von Staat und Gesellschaft zu respektieren.“

–

BVerfG, 2020

Nachdem in der Schweiz die ersten Vereine fĂŒr Freitodbegleitungen gegrĂŒndet wurden, begann sich die in England schon etablierte Hospizbewegung mit dem Konzept der Palliative Care zu einer Gegenströmung zu entwickeln. Ein Ziel der modernen Hospiz- und Palliativbewegung ist, Sterben und Tod als Teil des Lebens ins gesellschaftliche Bewusstsein zu rĂŒcken. In den 2000er Jahren entwickelten fĂŒhrende Organisationen (der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband e. V. (DHPV), die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Palliativmedizin e. V. (DGP) sowie die BundesĂ€rztekammer) dazu die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland. Sie enthĂ€lt die Kernaussagen der Hospiz- und Palliativbewegung in Deutschland: Sterbende sollen angemessen begleitet werden und möglichst auch dort sterben, wo sie gelebt haben – zuhause. Deshalb wird der flĂ€chendeckende Ausbau und die Weiterentwicklung der Palliativ- und Hospizversorgung gefordert, die Gestaltung gesetzlicher Rahmenbedingungen fĂŒr eine bessere Palliativ- und Hospizversorgung, die Vernetzung der zahlreichen ambulanten und stationĂ€ren Einrichtungen und die Förderung der Forschung in Palliativmedizin und Sterbebegleitung. Mehr als 10 000 Einzelpersonen und annĂ€hernd 900 Institutionen haben die Charta seit ihrer Veröffentlichung im September 2010 unterzeichnet. Diese Resonanz zeigt die Bedeutung und den Einfluss der Hospiz- und Palliativbewegung. Doch der große Erfolg fĂŒhrt zu einem Institutionalisierungsprozess, der „Tendenzen zu einer standardisierten Sterbeversorgung“ aufweist, die ihrerseits kritisch beobachtet werden, insbesondere von den Pionieren der Hospizinitiativen.cite-ref-67[67]

Trivia

Auf der griechischen Insel Delos (Kykladen) durfte in der Antike aus religiösen GrĂŒnden niemand geboren werden, niemand sterben und niemand begraben werden; dies war zudem gesetzlich verboten.

In jĂŒngerer Vergangenheit ordneten BĂŒrgermeister verschiedener Orte an, dass in ihrer Gemeinde niemand mehr sterben dĂŒrfe, da die dortigen Friedhöfe ĂŒberfĂŒllt waren:

‱ Frankreich

‱ Le Lavandou (seit 2000)cite-ref-henley-68-0[68]
‱ Cugnaux (seit 2007)cite-ref-f1-69-0[69]cite-ref-f3-70-0[70]
‱ Sarpourenx (seit 2008)cite-ref-reuters-71-0[71]

‱ Spanien

‱ Lanjarón (seit 2000)cite-ref-s1-72-0[72]cite-ref-s1-72-1[72]

Redewendungen und Zitate zum Sterben

‱ „Mors certa, hora incerta“ (der Tod ist gewiss, seine Stunde ungewiss)
‱ Beten um eine gute Sterbestunde
‱ „
Jetzt und in der Stunde meines Absterbens. Amen.“ (frĂŒhere Fassung des Ave Maria)
‱ Wer frĂŒher stirbt, ist lĂ€nger tot, Titel einer bayrischen Filmkomödie des Regisseurs Markus H. RosenmĂŒller aus dem Jahr 2006
‱ „Leben heißt sterben.“
‱ Lehre uns bedenken, dass wir sterben mĂŒssen, auf dass wir klug werden. Psalm 90,12
‱ Oft denk’ ich an den Tod, den herben, / Und wie am End’ ich’s ausmach?! / Ganz sanft im Schlafe möcht ich sterben / Und tot sein, wenn ich aufwach! – Carl Spitzweg
‱ GlĂŒcklich, fĂŒr den, wie nahe sie auch zusammenliegen mögen, die Stunde der Wahrheit vor der des Todes schlĂ€gt. – Marcel Proust
‱ Beim Sterben spielt sicher eine große Rolle, inwieweit und wie intensiv man die Möglichkeiten des Lebens in seinen Höhen und Tiefen ausgelotet und ausgeschöpft hat. – Hans-Peter DĂŒrr in „Wir erleben mehr, als wir begreifen.“

Siehe auch

‱ Thanatologie (Sterbeforschung)
‱ Nekrose (der pathologische Untergang einzelner oder mehrerer Zellen)
‱ Apoptose (der physiologische Untergang von Zellen, „programmierter Zelltod“)
‱ Seele

Literatur

‱ Ernst Engelke: Die Wahrheit ĂŒber das Sterben. Wie wir besser damit umgehen. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2015, ISBN 978-3-499-62938-9.
‱ F.-J. Bormann, G. D. Borasio (Hrsg.): Sterben. Dimensionen eines anthropologischen GrundphĂ€nomens. De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-025733-5.
‱ Michael Anderheiden und Wolfgang U. Eckart (Hrsg.): Handbuch Sterben und MenschenwĂŒrde. 3 BĂ€nde. De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-024644-5.
‱ Gian Domenico Borasio: Über das Sterben. Was wir wissen. Was wir tun können. Wie wir uns darauf einstellen. C.H. Beck, MĂŒnchen 2011, ISBN 978-3-406-61708-9.
‱ Andreas Urs Sommer: Das eigene Sterben denken. In: Christiane Burbach, Friedrich Heckmann (Hrsg.): ÜbergĂ€nge. AnnĂ€herungen an das eigene Sterben. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2011, ISBN 978-3-525-67015-6, S. 148–155, urn:nbn:de:101:1-2014061011619 (academia.edu [PDF; 284 kB; abgerufen am 5. Mai 2019]).
‱ Robert Kastenbaum: Death, society, and human experience. Routledge, New York 2007, ISBN 978-0-205-00108-8.
‱ Sherwin B. Nuland: Wie wir sterben. Kindler Verlag, MĂŒnchen 1994, ISBN 3-426-77237-X.
‱ Elisabeth KĂŒbler-Ross: Interviews mit Sterbenden. Kreuz Verlag, Stuttgart 1971, DNB 574802495.
‱ John Hinton: Dying. Penguin Books, New York 1967, ISBN 0-14-020866-6.
‱ Simon Peng-Keller, Andreas Mauz (Hrsg.): Sterbenarrative. Hermeneutische Erkundungen des ErzĂ€hlens am und vom Lebensende (= Studies in Spiritual Care. Band 4). De Gruyter, Berlin 2018, ISBN 978-3-11-060111-4.

Filme

‱ Frederick Wiseman: Near Death, USA1989
‱ Allan King: Dying at Grace, Kanada 2003
‱ Wer frĂŒher stirbt, ist lĂ€nger tot, deutsche Filmkomödie

Weblinks

Wiktionary: sterben

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Wiktionary: Sterben

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Wikiquote: Sterben

– Zitate

‱ Johanna Bayer: Wie geht Sterben? Biologie des Sterbens. Beitrag ARD (Video ARD Mediathek)
‱ Alexandra Hardorf: Dem Sterben zum Trotz – Dokumentarfilm vom 29. November 2021, produziert von Bremedia im Auftrag von Radio Bremen fĂŒr Das Erste, LĂ€nge: 44 min, frei verfĂŒgbar bis 26. November 2022.
‱ Justina Schreiber: Sterben - Chronologie des letzten Abschieds Bayern 2 Radiowissen. Ausstrahlung am 8. Dezember 2022. (Podcast)
‱ Daniela Schmidt: Besser sterben. In: www.mdr.de. MDR, 22. November 2024; abgerufen am 28. Dezember 2024 (MDR-Wissen: Podcast Meine Challenge: 1/4, (MP3), 2/4, (MP3), 3/4, (MP3), 4/4, (MP3)).

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Duden: Das Wörterbuch der sprachlichen ZweifelsfĂ€lle.
cite-note-22. ↑ Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka, De Gruyter, Berlin/New York 1967; Neudruck („21. unverĂ€nderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 746.
cite-note-33. ↑ GrundsĂ€tze der BundesĂ€rztekammer zur Ă€rztlichen Sterbebegleitung. In: Deutsches Ärzteblatt. 108/7, 2011, S. 346–348.
cite-note-rec-44. ↑ Reinhard B. Dettmeyer, Harald F. SchĂŒtz, Marcel Verhoff: Thanatologie. In: Dettmeyer, SchĂŒtz, Verhoff (Hrsg.): Rechtsmedizin. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2014, S. 8.
cite-note-55. ↑ I. Jonen Thielemann: Terminalphase. In: Lehrbuch der Palliativmedizin. Schattauer, Stuttgart 2012, S. 990.
cite-note-m-th-ns-2013-66. ↑ M. Thöns, Th. Sitte: Repetitorium Palliativmedizin. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2013, S. 150.
cite-note-ueb-77. ↑ Barbara Uebach, Martina Kern: Pflege und Begleitung Sterbender und ihrer Zugehörigen in der Finalphase. In: Zeitschrift fĂŒr Palliativmedizin, Mai 2010, S. 108.
cite-note-88. ↑ nach R. Twycross, I. Lichter, Oxford University Press 1993, S. 651–661; Deutsche Gesellschaft fĂŒr Palliativmedizin. 2003; Departement of Health. 2003.
cite-note-99. ↑ R. Langenbach u. a.: Gastrointestinale Symptome. In: C. Bausewein u. a.: Leitfaden Palliative Care. Palliativmedizin und Hospizbetreuung. Urban & Fischer, MĂŒnchen 2010, S. 404.
cite-note-1010. ↑ C. Bausewein: Symptomkontrolle als Teil der ganzheitlichen Sterbebegleitung. In: Franz-Josef Bormann, G. D. Borasio (Hrsg.): Sterben: Dimensionen eines anthropologischen GrundphĂ€nomens. De Gruyter, Berlin 2012, S. 191.
cite-note-1111. ↑ Sandy MacLeod, Christian Schulz: Psychiatrie in der Palliativmedizin. Behandlung psychischer und psychosomatischer Probleme am Lebensende. Verlag Hans Huber, Hogrefe, Bern 2013, S. 157.
cite-note-1212. ↑ Th. Sitte (Hrsg.): Die Pflegetipps Palliative Care. Verlag der Deutschen PalliativStiftung, Fulda 2013, S. 32.
cite-note-1313. ↑ Peter Stiefelhagen: Keine kĂŒnstliche FlĂŒssigkeitszufuhr in der Sterbephase. 1/2018 (Sonderausgabe) Auflage. Springer Medizin, MĂŒnchen 26. MĂ€rz 2018, doi:10.1007/s15006-018-0312-8.
cite-note-1414. ↑ Wiebke Posmyk: Sterbeprozess – wenn das Leben zu Ende geht. In: Onmeda.de. 18. Juni 2021, abgerufen am 12. Oktober 2021.
cite-note-1515. ↑ Th. Sitte (Hrsg.): Die Pflegetipps Palliative Care. Verlag der Deutschen PalliativStiftung, Fulda 2013, S. 33.
cite-note-1616. ↑ E. Albrecht, Ch. Orth, H. Schmidt: Hospizpraxis: Ein Leitfaden fĂŒr Menschen, die Sterbenden helfen wollen. Herder, Freiburg im Breisgau 2006, S. 29–30, S. 71–74.
cite-note-1717. ↑ C. Bausewein (Hrsg.): Leitfaden Palliative Care. Elsevier, Urban & Fischer, MĂŒnchen 2010, S. 61.
cite-note-1818. ↑ Claudia Gottstein: Delirium. In: palliativ.net. Deutsche PalliativStiftung, 31. Juli 2010, archiviert vom Original am 4. Februar 2015; abgerufen am 5. Mai 2019 (Release 0.208, de-1106, Version 1 auf www.palliativ.net 2e5828; ursprĂŒnglich abgerufen am 4. Februar 2015).
cite-note-1919. ↑ M. Thöns, Th. Sitte: Repetitorium Palliativmedizin. Springer, Berlin/Heidelberg 2013, S. 165.
cite-note-2020. ↑ Johanna Bayer: Sterben – das letzte Programm swr.de, 23. November 2017.
cite-note-2121. ↑ Christiane Fux: Was passiert beim Sterben? netdoktor.de, 24. September 2021.
cite-note-2222. ↑ Den Sterbeprozess erkennen: Das sind die Anzeichen des Todes november.de (Website eines Bestattungsunternehmens)
cite-note-2323. ↑ Johanna Bayer (WDR): Biologie des Todes. In: daserste.de. 21. November 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 25. Februar 2015; abgerufen am 5. Mai 2019.
cite-note-2424. ↑ Gerhild Becker, Carola Xander: Zur Erkennbarkeit des Beginns des Sterbeprozesses. In: Franz-Josef Bormann, Gian Domenico Borasio (Hrsg.): Sterben. Dimensionen eines anthropologischen GrundphĂ€nomens. De Gruyter, Berlin 2012, S. 122.
cite-note-2525. ↑ Erich Stern: Psychologie des Sterbens. In: Die Umschau. Band 37, 1933, S. 21–24.
cite-note-2626. ↑ E. M. Pattison: The experience of dying. Englewood Cliffs 1977.
cite-note-2727. ↑ E. KĂŒbler-Ross: Interviews mit Sterbenden. Kreuz, Stuttgart 1972.
cite-note-2828. ↑ A. D. Weisman: On Dying and Denying: a Psychiatric Study of Terminality. New York 1972.
cite-note-2929. ↑ P. Sporken: Umgang mit Sterbenden. Medizinische und pastorale Aspekte der Sterbehilfe. Patmos Verlag, 1975.
cite-note-3030. ↑ J. Morse, J. Johnson: Toward a theory of illness: The Illness Constellation Model. In: The illness experience: Dimensions of suffering. Newbury Park 1991.
cite-note-3131. ↑ Ernst Engelke: Die Wahrheit ĂŒber das Sterben: Wie wir besser damit umgehen. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2015, ISBN 978-3-499-62938-9, S. 63–64.
cite-note-3232. ↑ Video: Elisabeth KĂŒbler-Ross ĂŒber Nahtoderfahrungen (1981). Abgerufen am 14. MĂ€rz 2014.
cite-note-j-wittkowski-3333. ↑ J. Wittkowski: Zur Psychologie des Sterbens – oder: Was die zeitgenössische Psychologie ĂŒber das Sterben weiß. In: F.-J. Bormann, G. D. Borasio (Hrsg.): Sterben. Dimensionen eines anthropologischen GrundphĂ€nomens. De Gruyter, Berlin 2012, S. 50–64.
cite-note-3434. ↑ E. Albrecht, S. Roller: Terminalphase und Tod. In: Leitfaden Palliative Care. Palliativmedizin und Hospizbetreuung. Urban & Fischer, MĂŒnchen 2010, S. 523.
cite-note-3535. ↑ J. Wittkowski: Psychologe des Todes. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1990, S. 117–140.
cite-note-3636. ↑ N. Samarel: Der Sterbeprozess. In: J. Wittkowski (Hrsg.): Sterben, Tod und Trauer. Kohlhammer Stuttgart 2003, S. 122–151.
cite-note-3737. ↑ C. Bausewein, S. Roller, R. Voltz: Leitfaden Palliativmedizin. Urban & Fischer, Jena 2004, S. 10.
cite-note-3838. ↑ R. Kastenbaum: Death, society, and human experience. Routledge, New York 2007, S. 126–149.
cite-note-3939. ↑ R. Kastenbaum: Death, society, and human experience. Routledge, New York 2007, ISBN 978-0-205-00108-8.
cite-note-4040. ↑ E. Engelke: Die Wahrheit ĂŒber das Sterben. Wie wir besser damit umgehen. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2015, ISBN 978-3-499-62938-9.
cite-note-4141. ↑ E. Engelke: Gegen die Einsamkeit Sterbenskranker. Wie Kommunikation gelingen kann. Lambertus, Freiburg i. Br. 2012, S. 209–341.
cite-note-4242. ↑ Barney G. Glaser, Anselm Strauss: Awareness of Dying. Aldine Pub. Co., Chicago 1965.
cite-note-4343. ↑ A. LĂŒbbe, I. LĂŒbbe: Wahrheit und Wahrhaftigkeit beim Umgang mit terminal Kranken. In: Zeitschrift fĂŒr Palliativmedizin. 3/2012, S. 121.
cite-note-4444. ↑ E. Engelke: Gegen die Einsamkeit Sterbenskranker. Wie Kommunikation gelingen kann. Lambertus, Freiburg i. Br. 2012, S. 98–103.
cite-note-4545. ↑ Bronnie Ware: 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen: Einsichten, die Ihr Leben verĂ€ndern werden. Aus dem Englischen von Wibke Kuhn. Arkana, MĂŒnchen 2013, ISBN 978-3-442-34129-0 (Originaltitel: The Top Five Regrets of the Dying: A Life Transformed by the Dearly Departing. Balcony Press, 2011, ISBN 978-1-4525-0234-2).
cite-note-4646. ↑ Andreas Maercker: Formen des LebensrĂŒckblicks. In: Andreas Maercker, Simon Forstmeier (Hrsg.): Der LebensrĂŒckblick in Therapie und Beratung. Springer, Berlin 2013, S. 25–45.
cite-note-4747. ↑ Harvey M. Chochinov, Thomas Hack u. a.: Dignity therapy: A novel psychotherapeutic intervention for patients near the end of life. In: J Clinical Oncology. Band 23, 2005, S. 5520–5525.
cite-note-4848. ↑ E. Weiher: Spirituelle Begleitung in der palliativen Betreuung. In: C. Knipping (Hrsg.): Lehrbuch Palliative Care. Huber, Bern 2006, S. 450–452.
cite-note-4949. ↑ Das Sterben ins Leben holen. (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive) In: notfallseelsorge.de, abgerufen am 5. Mai 2019 (Abschnitt Sterben damals und heute).
cite-note-5050. ↑ Hanne Isabell Schaffer: Besondere Herausforderungen. Die historische Soziologie des Todes. In: Maria Wasner, Sabine Pankofer (Hrsg.): Soziale Arbeit in Palliative Care. Ein Handbuch fĂŒr Studium und Praxis. Kohlhammer, Stuttgart 2014, S. 175.
cite-note-5151. ↑ Grunddaten KrankenhĂ€user. Abgerufen am 17. Oktober 2016.
cite-note-5252. ↑ G. D. Borasio: Über das Sterben. dtv, MĂŒnchen 2013, S. 29–39.
cite-note-5353. ↑ R. Gronemeyer: Sterben in Deutschland. Wie wir dem Tod wieder einen Platz in unserem Leben einrĂ€umen können. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2008, S. 67–151.
cite-note-5454. ↑ G. Fasselt: Sterbebeistand/Sterbebegleitung. In: W. Korff, L. Beck, P. Mikat (Hrsg.): Lexikon der Bioethik. Band 3, GĂŒtersloh 2000, S. 440–444.
cite-note-5555. ↑ Birgit Jaspers, Thomas Schindler: Gutachten. Stand der Palliativmedizin und Hospizarbeit in Deutschland und im Vergleich zu ausgewĂ€hlten Staaten. Laufzeit Mai bis November 2004; S. 24. Abgerufen am 24. Januar 2019.
cite-note-5656. ↑ R. Gronemeyer: Sterben in Deutschland. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2008, S. 155–165.
cite-note-5757. ↑ N. Elias: Über die Einsamkeit der Sterbenden in unseren Tagen. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1982.
cite-note-5858. ↑ E. Engelke: Gegen die Einsamkeit Sterbender. Wie Kommunikation gelingen kann. Lambertus, Freiburg i. Br. 2012, S. 14–37.
cite-note-5959. ↑ C. Fussek, G.Schober: Im Netz der Pflegemafia. Wie mit menschenunwĂŒrdiger Pflege GeschĂ€fte gemacht werden. Bertelsmann, GĂŒtersloh 2008 (Nachwort von Dieter Hildebrandt).
cite-note-6060. ↑ Gerd Göckenjan: Sterben in unserer Gesellschaft – Ideale und Wirklichkeiten. In: Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung: Aus Politik und Zeitgeschichte. 4/2008.
cite-note-6161. ↑ Michael de Ridder: Medizin am Lebensende: SondenernĂ€hrung steigert nur selten die LebensqualitĂ€t. In: Deutsches Ärzteblatt. 105, 9, 2008, S. A-449 / B-402 / C-396.
cite-note-6262. ↑ J. McCue: The Naturalness Of Dying. In: JAMA. 273, 1995.
cite-note-6363. ↑ M. Synofzik: PEG-ErnĂ€hrung bei fortgeschrittener Demenz. In: Der Nervenarzt. 78, 2007.
cite-note-6464. ↑ Praxisorientiertes Palliativwissen fĂŒr Allgemeinmediziner und Internisten. (PDF) In: dgpalliativmedizin.de. Medical Essentials Media, MĂ€rz 2012, S. 8, abgerufen am 13. Oktober 2021.
cite-note-6565. ↑ U.-Chr. Arnold: Letzte Hilfe. Ein PlĂ€doyer fĂŒr das selbstbestimmte Sterben. Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2014.
cite-note-661. Urteil von 2020, abgerufen am 7. Juli 2025.
cite-note-6767. ↑ Michaela Fink: Von der Initiative zur Institution. Die Hospizbewegung zwischen lebendiger Begegnung und standardisierter Dienstleistung (= Schriftenreihe des Wissenschaftlichen Beirats im DHPV e. V. Band V). Ludwigsburg 2012.
cite-note-henley-6868. ↑ Jon Henley: Citizens live under law’s dead hand. In: The Guardian. London 23. September 2000 (theguardian.com [abgerufen am 26. Oktober 2008]).
cite-note-f1-6969. ↑ Forbidden to die because of lack of room. In: weirdglobenews.com. 25. November 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 28. Mai 2008; abgerufen am 5. Mai 2019 (englisch).
cite-note-f3-7070. ↑ French village bans death. In: AFP. 6. MĂ€rz 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 10. MĂ€rz 2008; abgerufen am 5. Mai 2019 (englisch).
cite-note-reuters-7171. ↑ Cemetery full, mayor tells locals not to die. In: Reuters. 5. MĂ€rz 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 4. Juni 2011; abgerufen am 5. Mai 2019 (englisch).
cite-note-s1-7272. ↑ Spanish Mayor Outlaws Death. In: stiffs.com. 2. Oktober 1999, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 9. Juli 2008; abgerufen am 5. Mai 2019 (englisch).